Die öffentliche Apothekeneinrichtung Apoteka Beograd steckt weiterhin in einer schweren finanziellen und organisatorischen Krise. Nach einem Bericht von Radio Belgrad, den RTS am 3. November 2026 veröffentlichte, sind von ursprünglich 123 Standorten nur noch 39 geöffnet. Die Beschäftigten warten erneut auf drei ausstehende Monatsgehälter.
Medikamentenversorgung und Beschäftigte
Von Radio Belgrad befragte Apothekerinnen warnten davor, dass der Rückzug öffentlicher Apotheken den Zugang zu Medikamenten und Beratung verschlechtern könnte. Besonders betroffen wären ältere Menschen und Stadtteile, in denen private Anbieter aus wirtschaftlichen Gründen weniger präsent sind. Es handelt sich um die Einschätzung der Fachleute, nicht um eine bestätigte Prognose einer vollständigen Schließung.
Wer eine Filiale aufsuchen möchte, sollte vorab prüfen, ob sie tatsächlich geöffnet ist, welche Öffnungszeiten gelten und ob das benötigte Medikament vorrätig ist. Ältere Standortverzeichnisse gelten nicht automatisch als aktuell.
Eine Lösung für die Gehaltsrückstände, die Zukunft der Beschäftigten und die Organisation der öffentlichen Arzneimittelversorgung hängt von den Entscheidungen der Stadt und weiterer zuständiger Stellen ab. Selbst die Begleichung offener Löhne würde die strukturellen Schwierigkeiten noch nicht beseitigen.
Quelle: Radio Belgrad / RTS, 3. November 2026
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