Das Investigativportal KRIK berichtete am 4. November 2026 über eine Anordnung der Staatsanwaltschaft zur Aufnahme von Ermittlungen im Fall Alta banka. Aus dem von der Redaktion eingesehenen Dokument gehe hervor, dass erhebliche Summen als tägliche Einnahmen der Wechselstuben von Alta Pay verbucht worden sein sollen, obwohl das Geld nach dem Verdacht der Ermittler nicht tatsächlich im zentralen Banktresor eingetroffen sei.
Was aus den Ermittlungsunterlagen hervorgeht
Die Ermittlungen betreffen nach den veröffentlichten Angaben insgesamt etwa 390 Millionen Euro. Rund 370 Millionen Euro könnten demnach durch fingierte Wechselstubeneinnahmen erfasst worden sein; Bargeld soll teilweise auch direkt aus dem Tresor entfernt worden sein. Es handelt sich um den Verdacht der Staatsanwaltschaft, nicht um gerichtlich rechtskräftig festgestellte Vorgänge oder Verluste.
KRIK zufolge steht die Gouverneurin der serbischen Nationalbank, Jorgovanka Tabaković, auf einer Liste möglicher Zeuginnen und Zeugen. Wer als Zeuge genannt wird, ist deshalb weder verdächtig noch angeklagt. Für Beschuldigte gelten das Recht auf Verteidigung und die Unschuldsvermutung.
Die strafrechtliche Aufarbeitung ist von den Ansprüchen der Bankkunden zu unterscheiden. Informationen zur Einlagensicherung und zu möglichen Auszahlungen finden Leserinnen und Leser im gesonderten Überblick. unseren Beitrag zur Einlagensicherung und Auszahlung
Quelle: KRIK / 021.rs, 4. November 2026.
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