Das Unternehmen EXPO 2027 d.o.o. Beograd erklärte am 4. November 2026, seine Beschaffungen erfolgten gemäß den serbischen Vorschriften und den Sonderregeln für die internationale Ausstellung. Damit reagierte es auf Kritik der Organisation Transparentnost Srbija (Transparency Serbia) am Wettbewerb bei den Vergaben.
Weshalb sich die Zahlen unterscheiden
Nach eigenen Angaben führte EXPO 2027 seit 2024 insgesamt 152 Vergabeverfahren mit 293 eingereichten Angeboten durch, im Durchschnitt 1,93 Angebote je Verfahren. Das Unternehmen gibt an, der Durchschnitt sei von 1,53 im Jahr 2024 auf 2,17 im Jahr 2026 gestiegen. Bei spezialisierten Leistungen und Bauarbeiten gebe es nur wenige entsprechend qualifizierte Anbieter.
Transparency Serbia untersucht die Beschaffungen der besonderen EXPO-Gesellschaften im geschätzten Gesamtwert von rund 550 Millionen Euro nach einer anderen Zählweise. Die Organisation ermittelte durchschnittlich 1,64 eingereichte sowie 1,16 zulässige Angebote je Verfahren. Umfang und Berechnungsmethode können voneinander abweichen; ohne Prüfung der Einzelunterlagen ist ein direkter Vergleich daher nicht belastbar.
Unterschiedliche Zahlen und rechtliche Bewertungen belegen für sich genommen weder die Rechtmäßigkeit noch einen Verstoß bei einem bestimmten Auftrag. Dafür müssten Vergabeunterlagen, einschlägige Regeln und öffentlich verfügbare Belege im Einzelfall geprüft werden.
Quellen: RTV / EXPO 2027, 4. November 2026; Transparency Serbia / 021.rs, 4. November 2026.
Serbischer Originalartikel: SrbijaNews (sr).
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