Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte am 3. November 2026 eine Analyse grenzüberschreitender Zahlungen in sechs südosteuropäischen Ländern, darunter Serbien. Weniger als 40 Prozent der Befragten kannten den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA. Darüber berichtete auch der serbische Sender RTV.
Worauf es ankommt
Nach den von der EZB ausgewerteten Umfragedaten erhalten rund neun Prozent der Menschen in Serbien Geld aus dem Ausland. Für Familien und Angehörige der Diaspora sind die Überweisungskosten daher wichtig. Sie unterscheiden sich je nach Land, Anbieter und Übertragungsweg: In untersuchten Beispielen kosteten Bargeldtransfers sechs bis zwölf Prozent, bestimmte digitale Angebote von Nichtbanken hingegen 1,5 bis 4,5 Prozent. Das sind keine allgemeinen Tarife serbischer Banken.
Serbien gehört seit 2025 zum geografischen SEPA-Raum. Das allein bedeutet jedoch weder, dass jede Bank bereits SEPA-Überweisungen anbietet, noch dass diese grundsätzlich kostenlos sind. Beide Zahlungsdienstleister müssen teilnehmen; Kontobedingungen und Währungsumrechnung können zusätzliche Kosten verursachen.
Vor einer Überweisung in Euro sollten Kundinnen und Kunden bei ihrer Bank prüfen, ob der konkrete SEPA-Dienst verfügbar ist, wie hoch die Gesamtgebühr ausfällt und wann das Geld ankommt. Auch mögliche Wechselkurskosten gehören in den Vergleich.
Quellen: Analyse der EZB; RTV / Tanjug, 3. November 2026.
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