Zwei ehemalige Beschäftigte des serbischen Sicherheits- und Informationsdienstes BIA haben Strafanzeige gegen Behördenchef Vladimir Orlić und weitere Führungspersonen erstattet. Sie äußern den Verdacht des Amtsmissbrauchs und einer rechtswidrigen Überwachung von Studierenden und anderen Bürgern. Das berichtete der öffentlich-rechtliche Sender RTS am 3. November 2026.
Inhalt der Anzeige und rechtliche Einordnung
Die Anzeige wurde von Milan Zvezdanović, einem früheren BIA-Mitarbeiter und Universitätsprofessor, sowie von der ehemaligen Mitarbeiterin Mila Stojanović eingereicht. Nach den von RTS wiedergegebenen Angaben bezieht sich der Vorwurf auf den Zeitraum von November 2024 bis Juli 2026. Es geht um möglicherweise unbegründete Anträge auf besondere Ermittlungs- und Überwachungsmaßnahmen gegen mehrere Dutzend Personen.
Eine Strafanzeige bedeutet weder, dass eine Straftat nachgewiesen wurde, noch dass eine Anklage erhoben oder jemand verurteilt worden ist. Die genannten Personen haben das Recht, Stellung zu nehmen und sich zu verteidigen. Über die Vorwürfe müssen die zuständigen Behörden befinden.
Der Vorgang steht im Zusammenhang mit der öffentlichen Debatte über die Kontrolle der Sicherheitsdienste. Juristisch ist er jedoch von den Berichten des Magazins Radar über eine mögliche Überwachung von Journalisten (Artikel auf Serbisch) zu unterscheiden.
Quelle: RTS, 3. November 2026
Original: Serbischer Originalartikel bei SRBIJA NEWS
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